Projekt

Auftraggeber

Environmental Pollution Modeling - Entwicklung eines innovativen Standortbewertungsmodells für geothermische Anwendungen in Ungarn – Umweltbelastungsprognose bei fehlender Thermalwasser-Reinjektion
Forschungsprojekt gefördert durch AiF Berlin in Forschungskoop. mit C&E, Chemnitz und Naturaqua, Budapest


Projekt-Kurzbeschreibung
Ungarn besitzt aufgrund seiner geologischen Untergrundstrukturen besonders große Potentiale zur Nutzung geothermischer Energiequellen. Thermalwasser wird heute überwiegend für bal-neologische Zwecke und in Frei- und Hallenbädern genutzt. Nach der Nutzung werden heute in Ungran die thermalen Wässer in der Regel ohne weitere Behandlung in den nächstgelegenen Vorfluter eingeleitet. Die Direkteinleitung in offene Gewässer stellt, bzw. kann aufgrund der Temperatur- und Beschaffenheitsanomalien ein ökologisches Problem darstellen.Um die Auswirkungen auf die Umwelt an der Erdoberfläche quantifizieren und prognostizieren zu können sowie eine nachhaltige geothermale Nutzung aufzuzeigen, wurde das Forschungs-vorhaben EnvPollMod - Environmental Pollution Modeling, „Entwicklung eines innovativen Standortbewertungsmodells für geothermische Anwendungen in Ungarn – Umweltbelastungs-prognose bei fehlender Thermalwasser-Reinjektion“ angeregt und 2004 und 2005 durch die AiF Berlin gefördert.

  • Um sich der Gesamtproblematik zu nähern wurde zunächst mit dem 3D-Regionalmodell das Systemverständnis der geothermen Quellen aufgebaut. Dieses Modell verdeutlicht die regionale Grundwasserströmung in Zusammenhang mit der geothermischen Ressource Grundwasser bzw. Thermalwasser.
  • Mit einem instationären 2D-Lokalmodell und einem instationären 3D-Detailmodell am Standort Mezökövesd wurden das hydraulische System und die Auswirkungen der Einleitung geothermaler Wässer ausgewertet.
  • Eine Adsorptionsmodellierung im Vorfluter für die Einleitung stellt eine erneute Verkleinerung des Betrachtungsraumes dar. Mit dem Adsorptionsmodell zum Vorfluter Ostoros patak wird der chemische Einfluss der Einleitung des Thermalwassers in den Vorfluter von den Schwermetallen Nickel, Kupfer und Chrom sowie von Natrium betrachtet.
  • Eine Die intensive Untersuchung der Auswirkungen der geothermalen Nutzungen durch Vor-Ort-Untersuchungen und deren Beschreibung über numerische Modellierungen macht deutlich, dass über ein skaliertes Vorgehen der Untersuchungen Problemstandorte schnell und effizient bewertet werden können. Ein großräumiges Systemverständnis unterstützt den Fokus auf das Detailproblem einer einzelnen Direkteinleitung und die Nachhaltigkeit der Ressource.

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